12. Mai 2020: Psychische Erkrankung und Islam

Trotz Corona-Krise fand unsere vierte Jahrestagung planmäßig in der Katholischen Akademie Die Wolfsburg statt. Mit begrenzter Teilnehmerzahl und unter Wahrung aller notwendigen Schutzmaßnahmen haben wir mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über unser diesjähriges Schwerpunktthema diskutiert: Das westliche Konzept von „Seele“/„Psyche“ prägt unser Menschenbild und normiert unser Denken, Fühlen und Handeln. Können die etablierten psychotherapeutischen Modelle auf muslimische Patient*innen übertragen werden? Oder sollten diese kultur- und religionssensibel modifiziert werden?

 

22. Mai 2019: Kulturelle und religiöse Diversität in der Palliativversorgung

Menschen mit Migrationshintergrund nutzen Angebote der Palliativ- und Hospizbetreuung derzeit noch vergleichsweise wenig. Gleichzeitig wird von einem steigenden Bedarf ausgegangen. Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, Zugänge zur palliativen Versorgung für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen zu verbessern. Zusätzlich gilt es, die interkulturellen Kompetenzen von Palliativteams zu fördern, um auf häufig besonders herausfordernde Begleitsituationen vorbereitet zu sein

 

Am 15. Mai 2018 fand die zweite Jahrestagung unseres Projekts "Interkulturelle und religionssensible Ethik im Gesundheitswesen: Wissenschaft - Fortbildung - Praxis" zum Thema "Sterben, Tod und Trauer aus interreligiöser Perspektive" statt. Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen sind immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie Patienten, Bewohner und Angehörige am Ende des Lebens kultur- und religionssensibel begleitet werden können. Auf der Fachtagung werden muslimische, buddhistische und jüdische Perspektiven vorgestellt und miteinander in den Dialog gebracht.

Am 18. Mai 2017 fand die erste Jahrestagung unseres Projektes "Interkulturelle und religionssensible Ethik im Gesundheitswesen: Wissenschaft - Fortbildung - Praxis" statt. Mit dem Thema "KörperGrenzen: Schmerz, Scham und Intimität" wurde eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Reflexion (z.B. über Körperkonzepte in unterschiedlichen Kulturen und Religionen) und praktischer Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen (z.B. Umgang mit Schamgefühlen) geschlagen. Zwar hat der bereits in den Sozial- und Kulturwissenschaften vollzogene sogenannte body turn die klinische Ethik inzwischen erreicht. Bislang wurde der Fragestellung jedoch kaum aus interkultureller und interreligiöser Perspektive nachgegangen.